Medizin ist wenig Wissenschaft und das ist teuer!

Sie werden sehen, ein paar Dinge beziehen sich auf die Schweiz (Krankenkassen), davon abgesehen gilt dieser Artikel für die meisten anglikanischen und europäischen Länder!

Um es gleich zu sagen, das ist kein Artikel gegen den naturwissenschaftlichen Teil der Medizin, Chirurgie zum Beispiel. Es ist kein Zufall, dass sich die wissenschaftliche Medizin weltweit gegen alle Formen der Medizin in ihrem naturwissenschaftlichen Teil klar durchgesetzt hat, denn da ist sie nachweisbar besser als alles andere. Aber der nicht naturwissenschaftliche Bereich ist der Grössere!

Aber und da kommen ein jetzt einige aber! Die westliche Medizin sieht in einer Erkrankung primär ein Defizit, ein Manko, ein Mangel und ein Problem, ist das wissenschaftlich? Eine Erkrankung ist die Reaktion eines Lebewesens auf eine Störung, also grundsätzlich nur positiv zu verstehen und wenn die Erkrankung sichtbar und erlebbar ist, dann läuft die intelligente Abwehr. Wie meist bei mir, machen wir einen Ausflug in die Biologie und die Evolution. Zweifelsfrei hat der Mensch ohne moderne Medizin ziemlich erfolgreich überlebt und Krankheiten gab es immer. Warum? Primär weil der Mensch, wie alle Lebewesen (auch Bäume) massivste Selbstheilungskräfte hat. In den Anfängen der modernen Medizin haben auch die ausgebildeten Ärzte das begriffen (sie waren noch keine Halbgötter in Weiss) und sie waren in starker Konkurrenz mit Quacksalbern. Der beste Heiler eine Krankheit ist der Patient selber (das sagt auch die moderne Medizin), man muss ihn manchmal dabei unterstützen, OK, ich muss noch ein wenig tiefer gehen. Wir Menschen (auch alle anderen Lebewesen) haben eine grosse Menge von automatischen und natürlichen Abwehren, ich glaube nicht, dass die moderne Medizin alle kennt. Auf ein paar möchte ich hinweisen. Zellen erkennen die meisten Gen-Defekte und flicken die meisten. Wir haben ein zentrales Immunsystem, das problemlos mit den meisten gefährlichen Eindringlingen fertig wird. Dabei kann diese Abwehrsystem gut und böse für den Menschen unterscheiden. Unser Mund und auch die Scheide der Frau sind biologische Wunderwerke, man kann einen Menschen chirurgisch im Mund maltretieren, ohne spezielle keimfreie Instrumente zu verwenden und o Wunder, das geht meist gut, obwohl wir doch eine ziemlich offene Klappe haben 😉 . Tun sie dasselbe an offener Bauchdecke, wird es gefährlich. Auch kleine, kurz offene Wunden, heilen von selbst, sie werden schnell provisorisch geschlossen und dann repariert.

Wir ganz alleine, sind ein nicht wirklich verstandenes Wunder Werk und wenn jemand den Medizin-Nobelpreis bekommen sollte, da müsst dieses Wunderwerk 1. Kandidat sein. Was heisst das konkret? Wo immer keine Todesgefahr besteht, sollte man den Körper ganz alleine machen lassen (er braucht vielleicht Ruhe, Geborgenheit und Zeit) und wenn überhaupt sollte man traditionelles Wissen verwenden (das ist auch billiger, wenn auch arbeitsintensiver), aber wer kennt heute noch z.B. Essigsocken? Hier, tatsächlich im Kleinen wird mit Absicht der bessere Weg vermieden – es geht um Geld. Ganz schlecht sind beispielsweise Fiebersenker (natürlich nicht immer, aber sehr oft), denn sie behindern den Körper bei seinen Top-Arbeit – zum Geld komme ich später ;-).

So, jetzt nochmals fundamental. Die Evolution und die daraus folgende Biologie sind besser als alles andere künstlichen Methoden. Selbst auf Chirurgie sollte verzichtet werden, wenn es auch anders geht. Geduld lohnt sich. Wir verstehen den biologischen Menschen nicht vollständig (Punkt). Wer anderes behauptet lügt aus Dummheit oder Berechnung, denn, was wir können, ist den Menschen zerlegen und analysieren, nur das hilft sehr oft nichts. Beispiel gefällig? Wenn sie in der Metzgerei ein Rind sauber aufgeschnitten sehen, wenn Sie einen Menschen anatomisch sehen, hilft nichts, sie verstehen weder das Rind, noch den Menschen. Sie sehen eine Leber, ein Hirn, eine Lende, das Knochengerüst, die Blutbahnen, aber das Total von dem was sie sehen ist meilenweit von einem ganzen lebenden Menschen oder ganzen Rind entfernt. Kurz: im Leben ist die Summe der Teile ein Nichts, das ergibt weder ein Rind noch einen Menschen der lebt. Die Evolution hat auch nichts verstanden (lesen sie meinen Blog), aber ihre ihre Reaktion (die Selektion) reflektiert die Wahrheit, überlebensfähig ja oder nein, übrigens mit allen Zwischenstufen, das ist kein einfacher Schalter. Eine Spezies kann auch langsam verschwinden, zur Zeit befürchte ich es bei den Geparden (ich mag die halt, grad drum, das ist nicht wissenschaftlich, vielleicht menschlich 😉 .

Geben Sie mir noch die Chance das Wort Krankheit zu hinterfragen. Für die meisten Mediziner ist das der Teufel! Wirklich (?) und muss mit allen Mitteln sofort bekämpft werden? Ursachenforschung in der Medizin wird selten gemacht, sie ist auch schwierig, Symptome bekämpfen ist einfacher. Nur in fast allen Fällen ist das nicht nachhaltig. Ich bin überzeugt, dass generell Medikamente, die Schmerz lindern an sich falsch sind (ausser natürlich sehr grosse Schmerzen). Ein aktive Krankheit kann auch ein Zeichen sein, dass der Körper (der ganze Mensch) Ruhe braucht, das verhindern diese Medikamente gegen das ganze Interesse des betroffenen Menschen. Schmerzmittel funktionieren eigentlich wie Gift-Gase, das sollte nur in äussersten Notfällen gemacht werden und diese Medikamente haben alle ein grosses Suchtpotential. Man greift da in etwas Unbekanntes ein und weiss weitere Zusammenhänge kaum. Auch Muntermacher und Schlafmittel gehören in diese Kategorie. Klagt jemand über häufige Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, so sollte das ein Alarmsignal sein und eine gescheite Suche nach Ursachen beginnen. Stress im Leben ist so eine mögliche Ursache. Schlafmittel sind hier einfach keine mittel und langfristige Lösung. Hier sollten wir sowas wie Hilfsärzte haben, die mit dem Patienten und viel Zeit sich gemeinsam auf die Suche machen und dann praktische Lösungsvorschläge erarbeiten. Ärzte sind dafür zu teuer und letztlich meist auch nicht geeignet. Ich bin auch klar der Meinung, dass wir einen neue medizinische Schicht zwischen dem Patienten und dem Facharzt haben sollten, eine Schicht, die erkennen sollte, wenn der Schaden ihr Wissens-Potential überschreitet. Ist das Potential überschritten, dann müssen diese Patienten schon fast notfallmässig weitergeleitet werden. Ist ihr Potential nicht überschritten, dann planen sie die nächsten praktischen Schritte mit dem Patienten. Das soll keine Medikamente beinhalten, darf aber sogenannte bekannte Hausmittel beinhalten. Diese Personen sind dann eher Naturheiler, aber sie dürfen keinesfalls Esotheriker sein und sie müssen eben dazu ausgebildet werden, um ihre Grenzen (Potential) zu kennen. Damit würde unter anderem auch das wertvolle Wissen um Hausmittel nicht vergessen gehen. Was diese Menschen auszeichnen wird ist Erfahrung mit Kranken, wobei ich eine gewisse Spezialisierung sehe bezüglich dem Alter der Patienten. Kinder, Erwachsene und ältere Menschen sind wohl sehr unterschiedlich zu beurteilen, das schwierigste sind wohl Elter(n) mit kranken Kindern!

Lösung für teure Operationen (das ist ja fast jede) und sehr teure Medikamente. Hier haben wir das fundamentalste Problem in unserer Medizin. Hier müssten die Krankenkassen eine Stelle einrichten, welche alle Operationen unabhängig, aber mit allen notwendigen Informationen (Krankenakte und Beurteilung der Heilungschancen durch die Operierenden) überprüfen sollte, natürlich nicht Operationen, die sofort ausgeführt werden müssen (also Notfälle). Dabei sollen Kosten und Nutzen (und die Wahrscheinlichkeit eines Nutzens) wissenschaftlich analysiert werden und wir brauchen dazu gewisse allgemein gültige Regeln. Ja, das wird auch ethische Probleme mit sich bringen, aber wir können vor diesen Entscheidungen nicht die Augen schliessen. Bei Privatversicherten ist dieses Vorgehen Standard!

So, jetzt bleiben noch verheerende Krankheiten (HIV, Krebs, MS), ich kenne nicht alle, wo man von der bestehenden Medizin her genau sagen kann, da fehlen wissenschaftliche Grundlagen. Einer der Gründe, dass ich überhaupt auf dieses Problem stiess, verdanke ich diesem Gespräch. Ich empfehle unabhängig von mir, allen Leser, gut 2 Stunden zu investieren, es lohnt sich. Nun, in grotesker Selbstüberschätzung, hat die Schulmedizin die Ursache für Krebs für immer festgelegt, damit wird die Standardbehandlung nicht mehr hinterfragt, nur die Medikamentpreise steigen ins Unermessliche. Unglückliche Genveränderung kann man die behauptete Ursache salopp nennen. Dafür fehlt aber ein naturwissenschaftlicher Beweis vollständig, im Gegenteil in den Genen gibt es unzählige ein und Ausschalter und bei Zellteilungen geschehen laufend Fehler (die allermeisten werden korrigiert, oder die Zelle macht Selbstmord!). Aber weil eben das gesamte kommerzielle Gesundheitswesen damit zufrieden ist (fürchterliche Behandlungskosten, exhorbitante Medikamentkosten) geschieht keine Grundlagen-Forschung mehr. Für alle Beteiligten ist dies Weihnachten und Ostern am selben Tag, nur leider hilft die Übung den Betroffenen am wenigsten. Die universitäre Medizin sollte ihre unwissenschaftlichen Dogmen schonungslos aufdecken (angehende Doktoren könnten die Basisarbeit liefern) und dann muss die Uni sofort da wieder mit Grundlagenforschung einsteigen. Ist so ein falsches Dogma erkannt, kann eine teure Behandlung basierend auf diesem Dogma, von den Krankenkassen (diese Stelle da im letzten Abschnitt 😉 ) problemlos abgelehnt werden. Privatversicherte können das natürlich weiterhin tun, aber nicht auf Kosten der allgemeinen Krankenkassen, die da nämlich auch immer mitzahlen.

Präventivmedizin und sogenannte Prophylaxen. Alle aufwändigen Voruntersuchungen, also das Suchen des Suchen willens. Das bringt nachweislich mehrheitlich unnütze Kosten (dafür Auslastung von teuren Geräten) und soll nicht mehr finanziert werden. Menschen merken, wenn sie krank sind und es gibt keinen naturwissenschaftlichen Grund vorher irgend was zu tun und ich rede nicht vom Zähne putzen! Im Falle z.B. Brustkrebs bei Frauen führt es auch zu massiver Verunsicherung und Stress, vor allem wenn der erste Befund diffuse ist. Dann fängt das Bangen und Warten an, echter Stress, der selber vielleicht den Krebs bringt!

Nun zum letzten! Es hat sich in den letzten Jahren still eingebürgert, dass die Pharmaindustrie ihre neuen Produkte quasi selber testet und nicht mal alle Ihre Studien offen legen muss. Abstellen! Die Prüfung muss mit voller Verantwortung staatlich überwacht erfolgen, andersrum haben wir einen Selbstbedienungsladen. Ebenso sollten Test immer auch gegen quasi Placebo und eventuell andere verfügbaren Therapien durchgeführt werden müssen. Alles andere ist (gewünschte) Inzucht. Abstellen!

So, mit meinen Eingriffen in das Gesundheitswesen, behaupte ich, könnten die Prämien halbiert werden, ohne dass Gesundheit leidet. Ich bin aber pessimistisch, dass da was geht, leider. Zu viele gut dotierte Posten gibt es da für unsere Profi-Politiker (da sind wir doch bei meinem ersten Blog!).

Wen würde es finanziell treffen. Ganz sicher trifft es die Pharmariesen (da hält sich mein Mitleid in Grenzen, die mischen sich ja auch massiv in Politik ein, nicht für das Wohl der Bürger). Bei den Ärzten gäbe es einen weichen Übergang, das neue medizinische Personal braucht Entwicklungszeit! Chirurgen müssten abgebaut werden, gäbe vermutlich auch etwas Rückwanderung (Deutsche nach Deutschland, Polen nach Polen usw.), auch nicht schlecht (Thema Brain-Drain)! Ja und Krankenkassen verlören Umsatz, das würde etwas weh tun auch mir!